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Fusion der Schulgemeinden

 

Eine Fusion der Schulgemeinden ist besser für Gossau als die Einheitsgemeinde

Am 27. September 2009 entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Gossau ZH über die Einführung der Einheitsgemeinde im Jahre 2010. Mit der Einheitsgemeinde werden die heute selbstständigen Schulen (Primarschule und Oberstufe) mit der politischen Gemeinde fusioniert. In einigen Zürcher Gemeinden ist die Einheitsgemeinde eingeführt, in anderen Gemeinden wurden solche Vorlagen vom Stimmbürger abgelehnt. Die Schulpflegen Gossau lehnen zum heutigen Zeitpunkt die Einheitsgemeinde 2010 ab. Für die Schulen ist eine sorgfältige Fusion für Gossau wesentlich gewinnbringender.
 
Die Schulpflegen respektieren den Wunsch des Stimmbürgers nach Vereinfachung der Strukturen, mehr Zusammenarbeit der Behörden und mehr Transparenz. Deshalb haben die Schulen beschlossen, bei einer Ablehnung der Einheitsgemeinde 2010 die Schulen auf das Jahr 2012 zu fusionieren. Stellt man die Schulfusion 2012 der Einheitsgemeinde 2010 gegenüber, so ist die Schulfusion 2012 für Gossau die bessere Alternative: 

Pädagogischer Auftrag

Die Befürworter der Einheitsgemeinde führen an, die Schulpflege könne sich in der Einheitsgemeinde auf den pädagogischen Auftrag konzentrieren. Der «pädagogische Auftrag» kann aber in erster Linie durch eine Koordination einer kindergerechten Pädagogik in einer vereinigten Schulgemeinde angegangen werden. Die Einflüsse der Einheitsgemeinde sind da eher schädlich: Denn durch die vom Gemeinderat vorgegebene Personal-, Finanz- und Liegenschaftspolitik wird der Handlungsspielraum, eine gute Pädagogik zugunsten unserer Kinder zu gewährleisten, durch einen unverständigen Gemeinderat nur eingeschränkt. 

Einfluss der Schule auf die Gemeindepolitik

Dass das Schulpräsidium im Gemeinderat der Einheitsgemeinde Einsitz nehmen kann, garantiert noch keinen Einfluss. Das würde verlangen, dass ein ausgesprochen schulfreundlicher Gemeinderat die Anliegen der Schule ernst nehmen würde. Davon kann aber heute in Gossau keine Rede sein – die massvollen Anliegen der Schule für die neue Gemeindeordnung wurden vom Gemeinderat nur dort korrigiert, wo das Gemeindeamt des Kantons Zürich eingegriffen hat. Die Schulen können viel besser vereint für die Anliegen unserer Kinder und Eltern in der Gemeindepolitik einstehen, wenn sie mit dem Gemeinderat auf Augenhöhe verkehren kann - von Behörde zu Behörde. Und nicht als eine gegen acht Stimmen im Gemeinderat. 

Effizienz und Kosten

In der Einheitsgemeinde werden das Liegenschaftswesen, das Rechnungswesen und die Verwaltung der Schule, also das Schulsekretariat, mit der Gemeindeverwaltung zusammengeführt. Diese administrativen Berührungspunkte sind klein und auch ohne Einheitsgemeinde realisierbar. Der wahre Gewinn liegt in der Zusammenführung der doppelt vorhandenen Strukturen innerhalb der Schulen, die weit über die administrativen Berührungspunkte hinausgehen! Die Fusion der Schulen bedeutet eine vom Kindergarten bis zur Oberstufe aufeinander abgestimmte Pädagogik, eine durch die ganze Schullaufbahn begleitende Sonderpädagogik, koordinierte Schulprogramme, eine umfassende Personalpolitik und ein kompetentes, bürgerfreundliches Schulsekretariat. Also Lehrpersonen, Schulverantwortliche und eine Verwaltung, die den Kindern und ihren Eltern verpflichtet sind. Damit diese Fusions-Synergien «eingefahren» werden können, ist eine sorgfältige Vereinigung nötig. Das kann auf 2010 nicht gelingen, gelingt uns aber auf 2012! Apropos Kosten: Eine Studie der Universität Freiburg ergab Mehrkosten in der Einheitsgemeinde von 1.37% bis 5.8%! Diese Mittel setzen wir lieber für eine gute Pädagogik ein. 

Fahrplan für eine Schulfusion

Wird die Einheitsgemeinde 2010 am 27. September 2009 abgelehnt, so erarbeiten die Schulen die Gemeindeordnung für eine neue vereinte Schulgemeinde und stellen Ihnen diese Resultate vor, so dass sich alle Interessierten dazu vernehmen lassen können. Wir werden Ihre Anliegen ernst nehmen und an der gemeinsam durchzuführenden vorberatenden Gemeindeversammlung im Frühling 2011 eine bürgerfreundliche Variante vorlegen. Nach der Urnenabstimmung im Sommer 2011 und der Wahl der neuen Schulpflege im Herbst 2011 kann die neue, vereinigte Schulgemeinde im Jahre 2012 ihre Tätigkeit aufnehmen. Bis dahin haben wir auch genügend Zeit, die pädagogische Qualitätssteigerung, die Synergien und Kosteneinsparungen durch die Fusion sorgfältig vorzubereiten und zu gewährleisten.
 
Liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, möchten Sie weiterhin uneingeschränkt gute Schulen in Gossau, so geben Sie uns Zeit für eine sorgfältige Fusion. Lehnen Sie die Einheitsgemeinde am 27. September 2009 ab.
 
Primarschulpflege Gossau
Oberstufenschulpflege Gossau